Grippeschutzimpfung, die Zeit ist gekommen!

Im Herbst stellt sich jedes Jahr wieder die Frage: Lasse ich mich gegen Grippe impfen?

© RurseeMagazin / Foto: M. van Dyke

Wie in jedem Herbst bieten auch in diesem Jahr wieder vieler Hausärzte die Grippeschutzimpfung an.

Wer soll sich impfen lassen?

Empfohlen wird die Impfung für chronisch kranke Menschen sowie für ältere Menschen deren Immunabwehr nicht mehr so gut ist. Darüber hinaus wird gesunden die Impfung empfohlen, wenn sie mit vielen Menschen zu tun haben. Dazu zählen z.B. Verkäuferinnen, Lehrer, aber auch Studenten und Schalterpersonal.
Bei allen anderen Personen sollte die Immunabwehr mit den Viren alleine fertig werden. Eine Impfung kann aber auch hier nicht schaden und wird angeraten.

Kann es zu Nebenwirkungen bei der Impfung kommen?

Die Impfung ist eine sogenannte Todimpfung, dabei handele es sich um abgetötete Viren, die aber immer noch das Immunsystem anregen und damit eine Körpereigene Abwehr aufbauen. Daher kann das auch hier zu Impfreaktionen kommen. Dazu zählen unter anderen Fieber, Frösteln und Schwitzen, aber auch Müdigkeit und Rötungen an der Einstichstelle können vorkommen.

Eine Erkältung ist keine Grippe!

Es wird immer wieder berichtet, dass Menschen nach einer Grippeimpfung einer Erkältung bekommen. Bei einer Grippe handelt es sich um eine Infektion mit Viren. Im Gegensatz dazu wird eine Erkältung durch Bakterien verursacht. Gegen Viren helfen keine Antibiotika, das ist auch der Grund warum eine gestärkte Immunabwehr durch eine Grippeschutzimpfung so wichtig ist. Das nach einer Grippeschutzimpfung eine Erkältungsauftritt kann z.B. daran liegen dass man sich im Wartezimmer des behandelnden Arztes mit einer Erkältung angesteckt hat. Eine Grippeschutzimpfung verhindert keine Erkältung, einen sogenannten grippalen Infekt.

Reicht eine Grippeschutzimpfung aus dem Vorjahr?

Die Stämme der Grippeviren mutieren jährlich und daher muss auch die Grippeschutzimpfung jedes Jahr angepasst werden. Eine Impfung aus dem Vorjahr bietet daher keinen Schutz im nächsten Jahr. Der Impfstoff muss jährlich an die Mutationen angepasst werden. Eine Impfung aus dem Vorjahr ist aufgrund der veränderten Viren wirkungslos und eine erneute Impfung notwendig.

Seite der Impfsaison 2018/2019 wird der vierfach Impfstoff von den Krankenkasse übernommen, das war bis dato nicht der Fall. In der Vergangenheit wurde nur der dreifache Impfstoff bezahlt. Der dreifach Impfstoff wirkt „nur“ gegen drei Virenstämme und wurde bisher von den Krankenkassen als ausreichend angesehen. Man sollte also darauf achten, dass man den vielfach Impfstoff erhält. Fragen sie also vor einer Grippeimpfung nach.

Wann ist die beste Zeit für die Impfung?

Man rechnet im Januar mit dem ersten Grippewelle. Der Körper braucht aber ca. zwei Wochen bis er eine Immunabwehr aufgebaut hat, daher sollte die Impfung entsprechen rechtzeitig erfolgen. Empfohlen wird eine Grippeimpfung im November oder auch schon im Oktober.

Wir hoffen, das sie ohne Grippe durch den Winter kommen.