DLRG Nationalmannschaft auf dem Weg nach Italien

Europameisterschaft im Rettungsschwimmen

Bad Nenndorf (ots)

obs/DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft/DLRG/Steph Dittschar

Zwölf Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind heute (16.9.) auf dem Weg nach Riccione in Italien, um Deutschland bei der diesjährigen Europameisterschaft im Rettungsschwimmen zu repräsentieren. Die DLRG stellt als Mitglied im Weltverband International Life Saving Federation die deutsche Nationalmannschaft, die sich vom 20. bis 24. September mit Rettungsschwimmern aus rund 20 Nationen messen wird.

Für das deutsche Team nominiert wurden jeweils sechs Frauen und Männer, darunter sechs Sportler aus DLRG-Vereinen in Nordrhein-Westfalen, drei aus Sachsen-Anhalt und zwei aus
Mecklenburg-Vorpommern, ein Athlet kommt aus Brandenburg. „Wir wollen als Mannschaft am Ende auf dem Podest stehen und möglichst sogar die Nationenwertung gewinnen“, gibt Bundestrainerin Elena Prelle die Richtung vor. Dafür muss das Team der gebürtigen Italienerin unter anderem die Gastgeber schlagen, die amtierende Europameister sind.

Acht der zwölf nominierten Sportler gingen bereits bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Australien an den Start. Dort holten die Deutschen insgesamt neun Medaillen und belegten einen respektablen vierten Platz in der Gesamtwertung der Nationen. Angeführt wird das DLRG-Nationalteam in Riccione von den beiden Einzelweltmeistern Danny Wieck und Jan Malkowski. Wieck will als mehrfacher Europa- und Weltmeister auch in Italien ganz vorne dabei
sein. Der Berliner Malkowski rechnet sich ebenfalls viel aus. Nach seinem Weltrekord bei den Deutschen Meisterschaften im Mai im Magdeburg will er nun erstmals Europameister werden. Die deutschen Frauen wollen nach ihrem Überraschungserfolg in der Staffel bei der Weltmeisterschaft 2018 jetzt auch auf den Einzelstrecken nach Edelmetall greifen.

Das fünftägige Programm umfasst insgesamt 23 Disziplinen. Mit einer Eröffnungszeremonie am Donnerstagabend (19.9) werden die Wettkämpfe eingeläutet. In den folgenden drei Tagen geht es für die Rettungsschwimmer in der Schwimmhalle von Riccione um Medaillen und Punkte für die Nationenwertung. Nur zwei Kilometer von der Halle entfernt entscheidet sich am 23. und 24. September bei den Disziplinen am Strand und in den Wellen des Mittelmeers, welche
Nation am Ende die Nase vorn haben wird.

Parallel zum Wettbewerb in der offenen Altersklasse findet die Junioren-Europameisterschaft statt. Auch hier schickt die DLRG ein Team aus zwölf ihrer besten Talente im Altern von 16 bis 18 Jahren ins Rennen. Die Junioren gehen ebenso wie die erwachsenen Rettungsschwimmer als Vize-Europameister ins Rennen.

Die DLRG Nationalmannschaft (offene Altersklasse):

  • Jasmin Dziuron (25), geb. in Schwerte (NRW), wohnt in Kamen (NRW),
    Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock; Platz 8 im Strandkurzsprint
    „Beach Flags“ bei der Weltmeisterschaft 2018
  • Fabian Ende (21), wohnt in Halle (Saale), Verein: DLRG
    Halle-Saalekreis; gewann sieben Medaillen bei der
    Junioren-Europameisterschaft 2015
  • Jessica Grote (23), Geburts- und Wohnort: Halle (Saale), Verein:
    DLRG Halle-Saalekreis; Weltmeisterin 2018 mit der Staffel
  • Kerstin Lange (28), geb. in Hamm (NRW), wohnt in Wiesbaden
    (Hessen), Verein: DLRG Schwerte; mehrfache Deutsche Meisterin im
    Mehrkampf, World-Games-Siegerin mit der Staffel 2017
  • Kevin Lehr (28), wohnt in Berlin, Verein: DLRG Luckenwalde;
    vierfacher Medaillengewinner bei den World Games 2017
  • Jan Malkowski (26), geb. in Berlin, wohnt in Warendorf (NRW),
    Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock, Weltrekordhalter und
    Weltmeister 2018 im Retten einer Puppe mit Flossen
  • Joshua Perling (23), Geburts- und Wohnort: Halle (Saale), Verein:
    DLRG Halle-Saalekreis, Silbermedaillengewinner bei den World Games
    2017
  • Nordin Sparmann (24), geboren in Faßberg (Niedersachsen), Verein:
    DLRG Harsewinkel; Dritter beim Internationalen DLRG Cup 2019 in
    Warnemünde
  • Jule Strotkötter (19), wohnt in Warendorf (NRW), Verein: DLRG
    Schloß Holte-Stukenbrock; Dritte bei den Deutschen Meisterschaften
    2019 im Retten mit Flossen
  • Carla Strübing (21), geboren in Wedel (Schleswig-Holstein), wohnt
    in Hamburg, Verein: DLRG Anklam; Dreifache Siegerin beim
    Internationalen DLRG Cup in Warnemünde
  • Danny Wieck (27), geb. in Stralsund (MV), wohnt in Bochum (NRW),
    Verein: DLRG Anklam; Amtierender Welt- und Europameister sowie
    World-Games-Sieger im Einzel und Weltrekordhalter
  • Vivian Zander (21), geb. in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), wohnt in
    Warendorf (NRW), Verein: DLRG Schloß Holte-Stukenbrock, Vierte im
    Einzel und Goldmedaillengewinnerin in der Staffel bei der
    Weltmeisterschaft 2018

Europameisterschaft im Rettungsschwimmen

Die vom Kontinentalverband International Life Saving Federation of Europe ausgetragene Europameisterschaft im Rettungsschwimmen findet alle zwei Jahre statt. Die Meisterschaft in Riccione beginnt am 17. September und endet am 1. Oktober. Neben dem Wettstreit der Nationalteams werden zwei weitere Wettbewerbe für Vereine mit Athleten aus der ganzen Europa ausgetragen: die „Masters“ (ab 30 Jahre) und die Interclubs (offene Altersklasse).

Über den Rettungssport

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im
Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 61.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Viele von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badeseen und in Schwimmbädern begeistert werden.