Hillesheim und seine Oldtimer

Matra Murena / © M. van Dyke
Interview mit dem Presswart / © M. van Dyke

Am vergangenen Wochenende gaben sich in Hillesheim mal wieder Oldtimer die Ehre. Autos, Lkw’s und Motorräder, alles war vertreten.

Borgward / © M. van Dyke

Am vergangenen Wochenende haben wir zum ersten Mal das Oldtimertreffen in Hillesheim besucht und waren begeistert. Die Anfahrt war schon ein Vergnügen, denn wir durften mit unserem Redaktionsbus, einem VW Bulli von Baujahr 1976, anreisen. Beim Vorgespräch mit den Organisatoren hatte man uns angeboten, die Ausfahrt mit zu machen, damit wir uns einen besseren Gesamteindruck verschaffen könnten. Das Angebot haben wir natürlich gerne angenommen. Am Samstagmorgen packten wir unser Equipment in den Bulli und sind Richtung Hillesheim gefahren. Bei der Abfahrt war es noch trocken, dann erwischte uns aber auf den knapp 100 km doch der ein oder andere heftige Schauer.

Ankunft in Hillesheim

Willi Brülls von der Orga mit unserer Redakteurin, bei leicht lädiert. / © M. van Dyke

Bei der Ortseinfahrt sind wir gleich mal die Tanke angefahren. Zum einen wollten wir Brennstoff für die Ausfahrt auffüllen, zum anderen wollten wir uns nach dem Weg erkundigen. Beide Wünsche konnte uns die nette Bedienung in der Tankstelle erfüllen. Bis zum Marktplatz waren es noch 500 m, die schnell zurückgelegt waren. Bei unserer Ankunft konnten wir uns einfach einen Platz unter den anderen Oldtimern aussuchen. Parken, Kamera klarmachen und dann zur Orga-Leitung durchfragen. Willi Brülls, der 1. Vorsitzende der Oldtimer & Veteranen        Interessengemeinschaft e.V., begrüßte uns ganz herzlich und stellte uns gleich den Pressewart Norbert Mauel vor. Das Interview mit Norbert Mauel, in dem er uns einiges zum Verein erzählt, kann man im Video sehen.

Die Ausfahrt

Aufstellen zur Ausfahrt / © M. van Dyke

Leider waren nicht ganz so viele Fahrzeuge wie 2018 da. Das liege wohl am regnerischen Wetter und einigen kleineren Parallelveranstaltungen in der näheren Umgebung. Das wirkte sich auch auf die Teilnehmerzahl der Ausfahrt aus. Ein Highlight der Ausfahrt war ein „Fahrrad mit Hilfsmotor“, das von einer stilgerecht gekleideten Dame pilotiert wurde. Leider haben wir die Fahrerin nicht mehr zum Interview vor die Kamera bekommen. Das steht aber schon ganz oben auf der Liste für 2020. Die Ausfahrt führte uns über kleine Eifelstraßen, durch eine sehr malerische Landschaft. Bei sehr moderatem Tempo und immer wieder Regen, war es unter Berücksichtigung des trüben Wetters eine sehr gelungene Ausfahrt.

Der Gebrauchtteilemarkt

Teilemarkt / © M. van Dyke

Zurück auf dem Marktplatz, haben wir uns erst mal aufgemacht in die große Halle mit Ihren Marktständen und den vielen Händlern. Es wurde reichlich Werkzeug, Neuteile und noch mehr gebrauchte Teile für Oldtimer angeboten. Dabei waren auch viele Teile für Traktoren und Lkw’s zu finden. Die Preise bewegten sich dabei in einem sehr moderatem Rahmen, soweit wir das beurteilen konnten. Auch wenn die Halle mit Ständen gut gefüllt war, hätten noch ein paar Stände Platz gefunden. Beim schlendern und stöbern waren wir froh, in einer Halle zu sein, so konnte uns Wind und Regen nichts anhaben.

Die Verpflegung

Die Freundlichen Damen von der Waffelbäckerei / © M. van Dyke

Neben dem Teilemarkt war auch ein Gastrobereich mit liebevoll geschmückten Bierzeltgarnituren eingerichtet. Angeboten wurden frisch gebackene Waffeln, ein Kuchenbuffet mit einer tollen Auswahl an selbst gebackenem Kuchen und natürlich die traditionelle Erbsensuppe mit Wurst. Die Vereinsfrauen kümmerten sich mit sehr viel Engagement um einen reibungslosen Ablauf und schnellen Nachschub. Zu erwähnen ist noch der ordentliche Kaffee, der einem bei dem Schmuddelwetter die Lebensgeister wieder belebte.

Jetzt aber ab in die Sandkiste, dem Spielplatz für Erwachsene

Magirus Deutz / © M. van Dyke
Magirus Deutz / © M. van Dyke

Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt hatten, wurden wir in einer Regenpause vom „Chef“ persönlich in die Lavagrube / Sandkiste gefahren. Die kurze Fahrt im offenen Benz machte einen riesen Spaß und in den dicken roten Polstern fühlten wir uns so wohl, das wir gar nicht mehr aussteigen wollten. Wir kamen gerade rechtzeitig zum Start der Sandkastenspiele an. Die ersten alten Lastwagen wurden gerade mit Basalt beladen. In kurzer Zeit füllte sich die Grube mit immer mehr Kippern aus allen Epochen. Auch alte Radlader gesellten sich mit und mit dazu. So entstand ein reger Betrieb in der Grube und eine kleine Schlange von Lkw’s an der Beladestelle. Selbst als es wieder heftiger anfing zu regnen, kamen immer noch weitere Fahrzeuge hinzu. Das Schrauben und Fahren mit so einer alten, großartigen Maschine ist das eine, aber es auch mal im Werksbetrieb zu benutzen, wird den Besitzern nicht alle Tage geboten. Für die Zuschauer waren Biertische und Zelte aufgebaut und wer wollte konnte Kulinarisches vom Grill genießen. Die zahlreichen Zuschauer konnten vom Ausstellungsgelände aus, mit einem kostenlosen Shuttlebus, hin und her pendeln. Auch wir nutzten den Bus für die Rückfahrt. Dort verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und traten die Heimreise mit unserem Oldi an. Es war sicher nicht unser letzter Besuch in Hillesheim.